Aktuelle Projekte

Aktuell laufende Forschungsvorhaben


BURNT - Diagnose von Brandwunden mit mikrowellenbasierter Nahfeldbildgebung

Die exakte Bestimmung des Schweregrades von Brandverletzungen in möglichst kurzer Zeit ist heutzutage von großer Wichtigkeit, um die entsprechende chirurgische Wundbehandlung adaptieren zu können. Dies stellt im klinischen Alltag eine große Herausforderung dar. Deshalb werden in diesem Forschungsprojekt Methoden zur berührungslosen Diagnose von Brandwunden mittels auf Millimeter- und Terahertz-Wellen basierenden Bildgebungssystemen untersucht und entwickelt. Das Ziel des Projekts ist es, erstmalig das volle Potential von berührungslosen, voll kohärenten, rekonstruktiven Bildgebungsverfahren zur medizinischen Diagnose durch systematische Forschung und Entwicklung zu erschließen. Im Rahmen des Projekts werden zwei verschiedene Ansätze entwickelt und verglichen: (1) Tomographische Radarbildgebung mit einer multiple-input-multiple-output (MIMO) Datenerfassung und (2) Bildgebung durch die Erfassung des evaneszenten Feldes mit einer kontaktlosen Nahfeldsonde. Beide Ansätze werden an einem gemeinsamen Laboraufbau experimentell untersucht.

Kooperationspartner:

  • Abteilung für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Handchirurgiezentrum, Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil, Ruhr-Universität Bochum

Gefördert durch:

  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), SPP 1857



OMARTOS - Offene und leise MR - Tomographen durch neue Spulen- und Gradiententechnologie

Bildgebung mit Hilfe von Magnetresonanztomographen ist aufgrund der Strahlungsfreiheit und hoher Bildauflösungen ein wichtiges und häufig angewendetes Verfahren in der medizinischen Diagnostik. Beschränkte Röhrendurchmesser und die zusätzliche Verwendung sogenannter Lokalspulen führen zu Einengung der untersuchten Person und Verringerung des Patientenkomforts. Durch ein neuartiges Antennenkonzept soll ein Remote-Body-Array (RBA) entwickelt werden, das den Einsatz von Lokalspulen teilweise ersetzt. Herausforderung dabei ist in erster Linie, einen großen Röhrendurchmesser beizubehalten und keine Performanz gegenüber Lokalspulen zu verlieren.

Kooperationspartner:

  • Siemens AG, Healthcare Sector, Erlangen
  • Siemens AG, Corporate Technology, Erlangen

Gefördert durch:

  • BMBF



MeDigOp - Digitale Funduskamera für telemedizinische Anwendungen

Durch die zunehmende weltweite Vernetzung durch elektronische Medien treten telemedizinische Anwendungen immer mehr in den Vordergrund. Hierbei sind Arzt und Patient an getrennten Orten durch entsprechende Medien verbunden, um eine Diagnose oder Behandlung zu erzielen. Im Projekt MeDigOp wird eine Funduskamera erarbeitet, welche es erlaubt Bilder der menschlichen Netzhaut durch medizinisches Hilfspersonal aufzunehmen und über ein Mobilfunknetz zur augenärztlichen Ferndiagnose zu übermitteln. Kriterien wie geringe Belastung des Patienten, Robustheit, leichte Bedienbarkeit und ein geringer Preis sind bei den Forschungsarbeiten besonders zu berücksichtigen.

Kooperationspartner:

  • Voigtmann Informationstechnologien GmbH, Nürnberg
  • Lehrstuhl für Mustererkennung, Universität Erlangen-Nürnberg
  • Augenklinik, Universitätsklinik Erlangen

Gefördert durch:

  • Medical Valley EMN, Spitzencluster, BMBF